Schlussfolgerung

Der Semester ist jetzt vorbei und ich würde gerne sagen, was aus der Klasse “Neues deutsches Kino” herausgekommen ist.

Zuerst habe ich diese Klasse sehr interessant gefunden. Am Anfang des Semesters hatte ich nämlich die Fragen gestellt, wie sich die Deutschen selbst darstellen und wie ihr Kino die 7. Kunst anreichern konnte. Also meiner Meinung nach haben wir in den Filmen sehen können, dass das deutsche Kino und die Deutsche Regisseure nicht unbedingt kritik sind, wenn sie die deutsche Gesellschaft, entweder heutzutagig oder vormalig, zeigen wollen, sondern lassen die Zuschauer die Verantwortung dafür übernehemen, was von jeder Geschichte gehalten werden muss. Das stimmt besonders für die Filme die die Vergangenheitsbewältigung haben.

Das beste Beispiel ist wahrscheinlich der Film “Der Vorleser”, in dem die Geschichte so genau wie die Charaktere so kompliziert ist, dass man sich wundern muss, was man in so einer Situation gemacht hätte.

Sollte ich jetzt sagen, was mein Lieblingsfilm war, würde ich entweder “Keinohrhasen” oder “Der Vorleser” wählen. Der erste, weil obwohl die romantische Komödien in der Regel ganz ähnlich sind, ist diese von Til Schweiger sehr erfrischend. Tatsächlich geht es nicht einfach nur um Charaktere, die die grosse Liebe nachsuchen, und sich in komischen Situationen finden, sondern um Charaktere, die in ihren eigenen Arten lustig sind, und sich später verlieben. Auch Personen wie ich, die nicht besonders romantisch sind, können diese Komödie absolut geniessen.

Seinerseits hat mir “Der Vorleser” dank der Mischung der Realität und der Originalität gefallen. Wir wissen, wie sich die erste Generation nach dem Holocaust fühlte und auch, dass KZ-Prozesse in Deutschland stattfanden, aber man kann nicht bis zur Mitte der Geschichte raten, worum es in diesem Film wirklich geht. Man konzentriert sich einfach über die seltsame Liebegeschichte.

Diese Klasse hat bei mir die Lust erregt, noch mehr neue deutsche Filme anzuschauen, egal welcher Art und ich werde auch auf jeden Fall meinen Freunden dazu raten.

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Knockin’ on Heaven’s Door

« Knockin’ on heaven’s door » ist die Rede von zwei Männern, Rudi und Martin, die unheilbar an Krebs krank sind, und die sich als sie nur ein paar Tage mehr zu leben haben im Krankenhaus treffen. Rudi sagt seinem neuen Kumpel, dass er niemals am Meer war und Martin entscheidet sich, Rudi dort hinzubringen, bevor ihr Leben zum Ende kommt. Sie stehlen ein Auto, wo sie 1 Million Mark finden und genießen ihre letzten Tage damit.

Es ist schwierig, die Frage zu antworten, was man mit so viel Geld und so wenig Zeit machen würde. Als mir die Frage in der Klasse gestellt wurde, habe ich einfach geantwortet, dass ich das Geld mit den Personen, die ich liebe, ausgeben würde und auch meine letzten Tage genießen würde.  Allerdings scheint es mir jetzt, dass Geld irrelevant wäre, wenn ich sterben sollte. Es wäre mir völlig egal, ob ich Geld hätte oder nicht, weil ich einfach Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen wollen würde. Nur Zeit würde ich schätzen.

Ich glaube, dass Martin und Rudi so viel mit dem Geld zu tun finden, weil sie nur einander in der Welt haben, und haben auch dasselbe Schicksal. Damit lernt jeder seinen wahrscheinlichen besten Freund kennen.

Dieser Film zählt meiner Meinung nach zu den besten, die wir geschaut haben. Es geht um etwas tragisches, aber trotzdem lustig erzählt wird. Man lässt sich auch übers Thema Lebenswert Gedanken machen.

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Soul Kitchen

„Soul Kitchen“ von Fatih Akin ist die Geschichte von Zinos, ein Deutscher mit griechischem Ursprung, der ein Restaurant in Hamburg besitzt. Als sein Bruder Illias aus dem Gefängnis kommt, hilft er ihm, auf freiem Fuβ zu bleiben und stellt ihn in seinem Restaurant ein. Nach einiger Zeit lernt er einen Koch kennen, Shayn, der seine Speisekarte ändert, was den Stammkunden nicht gefällt, aber das Restaurant trotzdem erfolgreicher macht. Sein Privatleben ist auch von dem Verlust seiner Freundin Nadine, die nach Shanghai zieht, geprägt.

Sollte ich mich fragen, ob es viel Soul in „Soul Kitchen“ gibt, würde ich antworten, dass dies durchaus der Fall ist und vor allem in den Charakteren widergespiegelt wird, weil keiner/e kalt ist, wir wissen genau was jede/n begeistert (die Kochkunst, die Liebe, usw). Normalerweise gibt es in Filmen immer mindestens einen Charakter, der nicht so emotionell ist wie die anderen. In „Soul Kitchen“ ist die Situation ganz anders. Wir haben sie nämlich fast alle weinen sehen können, oder beobachten können, wie sie nervös werden. Es sind eigentlich die Merkmale eines Dramas, aber man kann auch vermuten, dass Fatih Akin eine Satire der Südländer machen wollte, die für ihre Ausdruckskraft und ihre Emotionalität berühmt sind.

Mir hat der Film gefallen, weil er so lustig ist, und weil er auch ein ungewöhnliches Drehbuch hat. Und nach vier Filmen von Fatih Akin würde ich gerne mehr anschauen.


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Kebab Connection

Meiner Meinung nach hat Titzi vollkommen recht. Für sie ist es auch keine leichte Entscheidung, das Baby zu behalten, weil sie damit ihre Schauspielkarriere aufs Spiel setzt. Sie ist allerdings im Gegensatz zu Ibo erwachsen und versucht, Kompromisse zu finden, damit sie beides vereinbaren kann. Ibo ist sehr selbstsüchtig und egoistisch, er denkt nur an sich und an seine Kinofilme.

Es wird zwar deutlich, dass er Titzi wirklich liebt, weil er sich zum Beispiel jedes Mal für seine Fehler entschuldigt und ihr sogar einen Film widmet. Allerdings scheint er es nicht wirklich zu begreifen, was es bedeutet, Verantwortung zu übernehmen. Er lässt Titzi für die meiste Zeit der Schwangerschaft allein: zuerst ist es sein Vater, der von Anfang an ein Problem mit der Beziehung der beiden hat, weil Titzi Deutsche ist. Dann fühlt er sich zu jung und nicht bereit, ein Kind zu haben. Es ist mit Sicherheit keine leichte Entscheidung, aber er sollte zumindest aufhören, Ausreden für alles zu finden und sich mit der Situation auseinanderzusetzen.

Ich war doch sehr überrascht, dass Titzi ihm vergeben hat, obwohl er sich auf der Party unglaublich peinlich und ihr gegenüber respektlos verhalten hatte. Und wieder weist er alle Schuld von sich und schiebt alles auf den Ouzo. Das zeigt doch eigentlich, dass er nur sehr wenig gelernt hat und sich kaum weiterentwickelt hat. Wie Titzi sagt, wenn er etwas wirklich will, dann findet er einen Weg – wie zum Beispiel Filme machen. Jedoch endet der Film mit der Hochzeit der beiden, also kann man davon ausgehen, dass Ibo es doch noch geschafft hat, die wirklich wichtigen Dinge des Lebens zu erkennen.

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Solino

Solino von Fatih Akin ist die Geschichte einer italienischen Familie namens Amatos, die 1964 aus Sizilien nach Duisburg in Deutschland emigrierte. Nachdem der Vater, Romano, sich entschied, seine Arbeit in einem Werk zu verlassen, mietet er zusammen mit seiner Frau Rosa ein Haus, das ihre Familien-Pizzeria werden wird. Die Söhne, Gigi und Giancarlo, gewöhnen sich auch ans Leben in Deutschland. Gigi, der jüngste, freundet sich mit ein paar Nachbarn an, lernt die deutsche Sprache schneller, und als Regisseur seinen Film in ihrem Viertel dreht, erregt er die Aufmerksamkeit.

Dagegen wird Giancarlo als der eifersüchtige gröβere Bruder charakterisiert. Er ist nicht so erfolgreich und populär wie Gigi. Es ist klar, dass er seinen Bruder liebt, aber er verpasst nie eine Gelegenheit, ihm entweder die Schau zu stehlen oder ihm die Verantwortung für ihre gemeinsamen Streiche übernehmen zu lassen. Zwei Beispiele sind die Szene, in der Giancarlo die Auszeichnung für Gigis Film erhält, und diejenige, in der sie eine Kamera stehlen, und Gigi allein verhaftet wird, nachdem Giancarlo ohne ihn vor der Polizei flieht. Zusätzlich kann sich Giancarlo für Gigi nicht freuen, als er und Jo sich verlieben, und Giancarlo versucht sie zu bestechen.

Zwischen den Brüdern geht es einfach um Rivalität, die es oft zwischen Geschwistern gibt. Als sich der eine als natürlich karismatisch erweist, strebt der andere nach einer gleichen Anerkennung.

Mir gefällt an dem Film, dass er auch über Immigranten aus anderen Ländern erzählt. Normalerweise denkt man bei Immigranten in Deutschland immer an Türken und es war sehr interessant für mich und mit Sicherheit auch fürs allgemeine Publikum, etwas über ausgewanderte Italiener in Deutschland zu erfahren.

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Der bewegte Mann

Diese Woche haben wir erneut Til Schweiger schauen können, aber diesmal in der Komödie, die ihn 1994 berühmt gemacht hat. In diesem Film geht es um Axel, einen Weiberhelden, der erwischt wird, als er seine Freundin Doro in der Toilette der Kneipe, in der sie beide arbeiten, betrügt. Und da sie daher die Beziehung beendet, findet er sich selbst heimlos. Später lernt er ein paar Schwule kennen, die ihn zugleich in ihrer Gruppe und ihren Häusern aufnehmen, und sehr bald erweist er sich auch als “Herrenheld”.

Homosexualität zählt zweifellos zu den Hauptthemen dieses Filmes und sie wird eher lustig dargestellt. Es gibt nämlich einige die sich wie Frauen anziehen und benehmen, und andere die sich über die Sexualität der Frauen Fragen stellen, obwohl es sie nicht interessieren sollte. Und es gibt Norbert, der in diesem Film ziemlich einzigartig ist, weil er so ein stabiles Leben hat. Er ist der typische, “normale” Mensch, mit Gefühlen, die man ganz einfach verstehen kann. Egal ob Mann oder Frau, alle können sich mit ihm indentifizieren, weil er im Gegensatz zu den anderen gar kein stereotypischer schwuler Kerl ist, sondern nur ein Mann.

So etwas gibt es auch manchmal in den USA. Zum Beispiel wird der Homosexuelle in der Serie “Ugly Betty” als ein lustiger Mann dargestellt, der akzeptiert wird. Niemand hat ein Problem damit, dass er schwul ist, und er hat auch Liebebeziehungen wie alle anderen Charaktere. Hier wird also auch Homosexualität normalisiert.

Andererseits passen meiner Meinung nach Axel und Doro sehr gut zueinander. Zwischen ihnen gibt es bestimmt viele Probleme, aber trotzdem lieben sie sich und können nicht getrennt leben. Ich finde es komisch, weil Homosexualität normalerweise von einigen Leuten für eine Krankheit gehalten wird. In dem Film sind aber die Heterosexuellen verrückter, was den Film besonders macht.

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Männer

Diese Woche haben wir uns nach “Keinohrhasen” erneut eine Komödie angeschaut. Was besonders an dieser Komödie ist, ist dass sie nicht zum Zeitraum gehört, den wir am Anfang bestimmt hatten. Sie ist nämlich im Jahr 1985 erschienen, dass heiβt vorm Mauerfall.

In diesem Film erfährt der Held, Julius, der ein erfolgreicher aber untreuer Ehemann ist, dass seine Frau Paula ihn auch betrogen hat. Um sie zurückzugewinnen entschiedet er sich, ihren Geliebten Stefan kennenzulernen, und ihn auch wie sich selbst zu machen, damit findet Paula ihn nicht mehr so interessant. Dafür  zieht er mit ihm ein, und um seine echte Identität zu verstecken, stellt er sich als “Daniel” vor. Bis zum Ende des Filmes hat Stefan gar keine Ahnung, was für eine Beziehung Julius/Daniel und Paula haben, und kann sich natürlich Daniels seltsames  Verhalten nicht erklären.

“Keep your friends close and your enemies closer” ist deutlich die Strategie, die Julius gewählt hat. Ich muss zugeben, dass sie ziemlich gut läuft, aber ich glaube nicht, dass ich so etwas tun könnte. Auβerdem hätte ich es ein bisschen unfair gefunden, so verärgert zu werden, wenn ich auch nicht treu gewesen wäre. Aber vielleicht denke ich so, weil ich eine Frau bin, und eine unterschiedliche Psychologie habe.

In der Klasse haben wir die Rolle der Frau, die total unaktiv ist und sich von Männern auslassen lässt, lange diskutiert. Für  mich ist die Botschaft  dieses Filmes eher die Ungerechtigkeit zwischen Männer und Frauen in der Sache Treue. Wieso ist es schlimmer für einen Mann von seiner Frau betrogen zu werden, als umgekehrt? Dank Doris Dörrie, unter Anderem, kam es damals endlich zur Frage. Ich sage nicht, dass Frauen sich frei fühlen sollten, untrue zu sein, sondern dass Männer in dieser Situation von der anderen Perspektive denken sollten.

Gibt es also in dieser Geschichte einen Gewinner und einen Verlierer? Meiner Meinung nach nicht, aber der Film endet, bevor wir wirklich erfahren, wie sich die Situation zwischen dieser Drei weiter entwickelt wird.

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